Vortrag aus der Reihe „Siebenmal Dießen“ zur 700-Jahr-Feier

Zur Geschichte des Hafnerhandwerks in Dießen
700-jähriges Ortsjubiläum in Dießen – ein Grund zum Feiern! Doch wer feiert da eigentlich, was macht diesen Ort und seine Menschen aus? Der Markt Dießen präsentiert unter dem Motto „Siebenmal Dießen“ eine Vortragsreihe mit sieben zentralen Themen aus der Geschichte, die die Menschen in Dießen wesentlich geprägt haben. Sie spannt dabei einen Bogen von der Frühzeit bis in die Moderne.
Im zweiten Vortrag der Reihe stellt der Volkskundler und Kunsthistoriker Wolfgang Lösche aus Dießen die viele Jahrhunderte zurückreichende Geschichte des Hafnerhandwerks in Dießen vor. Heute ist Dießen weithin für seinen Töpfermarkt bekannt, doch Keramik ist schon seit vielen Jahrhunderten von großer Bedeutung für den Ort. Warum war Dießen damals so berühmt für seine Hafnerei, und was hat es mit dem „Plab und Weiss Geschirr“ auf sich?
Der Vortrag gibt Einblicke in die Entdeckung, Erforschung und Bedeutung der traditionsreichen Keramikproduktion in Dießen. Den Schwerpunkt bilden die Hafner des 17. und 18. Jahrhunderts. Sie machten zu dieser Zeit durch die Produktion handwerklicher Fayencen den Markt Dießen überregional bekannt. Die Fayencen aus Dießen zählen zu den frühesten deutschen Fayencen, die der Keramikforschung bisher bekannt wurden. Den Ausgangspunkt bildeten dabei die archäologischen Grabungen in St. Georgen, Am Kirchsteig 19, auf dem Grundstück der Keramikwerkstatt Loesche.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, den 15. Juli, ab 19:00 Uhr im Blauen Haus in der Prinz-Ludwig-Straße 23 in Dießen. Der Eintritt ist frei, Einlass ab 18:30 Uhr. Getränke können nebenan in der Ludwig Bar erworben werden. Um Anmeldung per E-Mail an
archiv@diessen.de wird gebeten.