Naturbeobachtungsturm
Hinter dem großen Parkplatz beim Sportplatz an der Jahnstraße geht es zum Naturbeobachtungsturm. Dort kann man seltene Vogelarten und andere heimische Tiere sowie natürlich die wunderschöne Landschaft betrachten.
Der Naturbeobachtungsturm steht am Rande des rund 600ha großen Naturschutzgebietes „Vogelfreistätte Ammersee-Südufer“, das um die 130 Brutvogelarten beherbergt und Rastgebiet für viele Zugvögel ist. Das Naturschutzgebiet ist Teil des europäischen Schutzgebiets-Netzes Natura 2000, sowie des international bedeutsamen Feuchtgebietes Ammersee nach der Ramsar-Konvention.
Vom Turm aus kann man - je nach Jahreszeit - diverse Entenarten, Hauben- und Zwergtaucher, sowie viele andere Wasservögel und schilfbewohnende Arten, wie z.B. Rohrammern, Schilf- und Teichrohrsänger und Rohrschwirl beobachten. Mit Glück und Geduld kann man im Sommerhalbjahr den vom Aussterben bedrohten Großen Brachvogel trillern hören oder sogar den in Oberbayern sehr seltenen Fischadler sehen - in jedem Fall aber hat man von hier einen wunderschönen Blick auf den See und die ihn umgebende Landschaft.
Besonders wichtig ist die Einhaltung der Betretungsregelungen: In der Brutzeit vom 1. März bis 31. August darf das Naturschutzgebiet nicht betreten werden. Das bedeutet in dieser Zeit darf der Holzsteg zum Aussichtsturm nicht verlassen werden. Uferbereiche, Schilfflächen und ungemähte Streuwiesen darf man das ganze Jahr über nicht betreten. Hunde sind grundsätzlich an der Leine zu führen, um die heimische Tier- und Pflanzenwelt nicht zu stören.
Die seeseitige Grenze des Naturschutzgebietes wird von festen und beschilderten gelben Bojen markiert - diese Bojenreihe darf nicht überquert werden. Bei den Südbuchten und dem Auslauf der Alten Ammer bzw. der Rott besteht nämlich ein ganzjähriges Betretungs- und Befahrungsverbot.