Offizielle Eröffnung Naturstrand St. Alban

Vom verwilderten ehemaligen Campingplatz zum naturnahen Freizeitgelände mit Seezugang
Kurz vor Frühlingsbeginn ist es soweit: Das ehemalige verwilderte Campinggelände am See wurde zu einer naturnahen Grünfläche mit Naturstrand umgestaltet und am 12.03.2026 von Bürgermeisterin Sandra Perzul feierlich eingeweiht.
Das rund 7000 m² große Areal am Seeufer war lange Zeit ein verwilderter, ungenutzter ehemaliger Campingplatz. 2023 begann die Neugestaltung nach Plänen der Landschaftsarchitekten Vogl+Kloyer, die ein Konzept für ein naturnahes Freizeitgelände mit Seezugang entwickelten. Ziel war es, die Qualitäten des Grundstücks mit zurückhaltenden Mitteln herauszuarbeiten, und den See stärker erlebbar zu machen. Hierfür wurde der Raum, der zuvor durch kleinteilige und teilweise fremdländische Bepflanzung aus der Campingplatznutzung geprägt war, geöffnet und mit landschaftstypischen Baumpflanzungen aus Buchen und Silberweiden strukturiert. An den Rändern wurden Strauchgruppen aus heimischen Vogelnährgehölzen gepflanzt. Eine künstliche Böschung wurde organischer modelliert. Auf allen überarbeiteten Flächen (ca. 3.500 qm) wurde eine artenreiche, heimische Blumenwiesenmischung angesät. Durch ihren Kräuterreichtum werden sie einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität leisten und zugleich schöne Landschaftseindrücke ermöglichen. Durch wenige, gut begehbare Wege wird die Zugänglichkeit für die Bevölkerung gewährleistet.
Die Umgestaltung zeigte sich aufwendiger als geplant: Im Zuge der Bodenarbeiten stellte sich heraus, dass die Belastungen, die durch teerhaltige Asphaltreste verursacht waren, deutlich größer waren als zunächst angenommen. Statt der ursprünglich veranschlagten 350 Tonnen mussten schließlich 725 Tonnen belastetes Erdreich und 25 Tonnen teerhaltiger Asphalt abgetragen und entsorgt werden, das entspricht etwa 30 Kipperladungen. Dies führte zu erheblichen Verzögerungen und unvermeidlichen Mehrkosten. Hinzu kam, dass der nasse Sommer 2024 keine Erdbauarbeiten im Uferbereich ermöglichte.
Nach der Fertigstellung im Frühjahr 2025, das durch extreme Trockenheit geprägt war, mussten im Sommer Nachbesserungsarbeiten durchgeführt werden. Zu viel Kies auf den Wegen und eine unzureichende Keimung der Wildblumenwiese waren der Frühjahrstrockenheit geschuldet und stellten die Gemeinde nicht vollständig zufrieden. Bürgermeisterin Sandra Perzul war es wichtig, ein hochwertiges, nachhaltiges Freizeitgelände zu schaffen, was nun auch gelungen sei. „Die Nacharbeiten haben sich gelohnt, und wir freuen uns, dass das Gelände jetzt allen Bürgern zur Verfügung steht“, betonte Bürgermeisterin Perzul.
Das neue Freizeitgelände ist mit Parkbänken, einer Feuerstelle samt Sitzsteinen und 14 Fahrrad-Bügelständern ausgestattet. Ein Stromanschluss ermöglicht die Durchführung von Veranstaltungen. Die Wegeführung ist klar strukturiert: Ein mittig angelegter Kiesweg in Nord-Süd-Richtung wird von zwei kürzeren Pfaden gekreuzt, die von der Straße zum Seeufer führen. So ist das Gelände barrierearm zugänglich und lädt zum Spazieren und Verweilen ein.
Das Gelände sei ein Gewinn für die Gemeinde. Es verbinde Erholung, Natur und Gemeinschaft – und stehe allen offen, so Bürgermeisterin Perzul. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, das neue Freizeitgelände zu erkunden und zu genießen.
Die Baukosten für die Umgestaltung beliefen sich auf ca. 278.000 Euro. Bei der offiziellen Eröffnung dabei waren Landschaftsarchitektin Johanna Vogl (Vogl + Kloyer Landschaftsarchitekten), Bernhard Seeling von der ausführenden Firma Peter Seeling Garten- & Landschaftsbau, Christian Frickinger (Bautechnik) und Martin Holzschuh (Bauhofleiter), die das Projekt von Seiten der Gemeinde betreut haben.