LEERE SCHÜSSELN - Empty Bowls (2):

SLUMKINDER PFLANZEN GEMÜSE

Ruth Paulig: Armut bekämpfen - Perspektiven schaffen - Promoting Africa

HERRSCHING - Die Landtagsabgeordnete a. D. Ruth Paulig hat am 1. Mai 2009 mit engagierten Mitstreitern den gemeinnützigen Verein Promoting Africa e. V. in Herrsching | Breitbrunn gegründet. Paulig ist Vorsitzende, ihr Vize ist der Landsberger Internist Dr. Andreas Hartmann. Ziel des Vereins ist die Förderung der Entwicklungszusammenarbeit in Afrika. Dabei geht es um Armutsbekämpfung, um Bildungschancen für Kinder und Jugendliche sowie um den Erhalt der Umwelt, zum Beispiel durch die Förderung erneuerbarer Energien. Der Verein arbeitet mit entsprechenden Organisationen in Afrika zusammen und vermittelt Kontakte, Patenschaften und Praktikumsaufenthalte unter der Prämisse "Armut bekämpfen, Perspektiven schaffen".

Lesen Sie einen Beitrag von Ruth Paulig über ihr Hilfswerk, das Zeichen setzt über Kontinente hinweg.

"Der gemeinnützige Verein Promoting Africa betreut Kinder und Jugendliche in Ostafrika. In Kenia zum Beispiel sind es rund 50 Kinder und Jugendliche in den Slums von Nairobi. Die Kinder sind Aidswaisen oder leben in schwierigen Familienverhältnissen. Wir kümmern uns mit kenianischen Partnern um Essen, Kleidung, Schulbesuch und Gesundheitsvorsorge. Wir geben mit Geburtstagsfeiern und kleinen Ausflügen ein wenig soziale Geborgenheit.

Mit dem Projekt Green Food for Empty Bowls erhalten die Kinder die Chance, für eine Woche raus aus den Slums zu kommen und in sicherer Umgebung den blauen Himmel zu sehen und saubere Luft atmen. Im Kenya Institut of Organic Farming (KIOF), 20 Kilometer von Nairobi entfernt, können sie - betreut in kleinen Gruppen - auch wohnen. Nette Lehrer unterrichten und die Kinder lernen, gesunde Nahrungsmittel selber anzubauen. In den Gemüsegärten erfahren sie alles über Pflanzensorten, Sämlinge, Anbau, aber auch wie man Schädlinge mit natürlichen Methoden vertreibt. Sie erfahren wie organische Abfälle zu Erde kompostiert werden und vieles mehr. Zum Abschluss des Kurses bekommt jedes Kind eine Urkunde und wird somit zu einem jungen Botschafter für Green Food im Slum.

In einem der Kurse haben wir erlebt, mit wie viel Eifer die Kinder und Jugendlichen ans Werk gehen undwie stolz sie auf ihre Urkunden und die gelernten Fertigkeiten sind. Zurück im Slum haben wir mit Freude gesehen, wie sie neben Hüten auf engstem Raum oder auch auf den Dächern kleine Gärten anlegen und wie sie mit großer Zuwendung ihre Pflanzen hegen und pflegen und dann Gemüse und Früchte ernten.

Jetzt hoffen wir auf viele Töpfer, die leere Schalen spenden, und wir wünschen uns viele Marktbesucher, die Empty Bowls erwerben - damit wir noch vielen jungen Kenianern diese fürs Überleben wichtigen und lehrreichen Erlebnisse finanzieren können.”
Ruth Paulig

Nachtrag: Auf dem Töpfermarkt werden die empty bowls mit heißer Suppe für 15 Euro verkauft.

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