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Auf tönernen Spuren

DIESSEN am AMMERSEE | Der Diessener Töpfermarkt findet nicht nur am Ammerseeufer statt! Er hat die gesamte Marktgemeinde - vom historischen Ortsteil Fischerei bis hinauf auf den Klosterberg und nach St. Georgen - vier Tage fest im Griff. Handwerksbetriebe, Galerien, Ateliers und Läden öffnen an den Töpfermarkttagen von Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 25. Mai bis Sonntag, 28. Mai 2017 - ihre Türen für die Gäste aus aller Welt.

Der Keramikweg durch Diessen verzaubert mit dem Charme, der als "typisch Diessen" schon seit Beginn der Sommerfrische im 19. Jahrhundert immer wieder gern beschrieben wird. Er begleitet die Besucher von den Seeanlagen aus durch den historischen Ortskern. Er führt hinauf zum Kirchenzentrum mit dem barocken Marienmünster, von dort geht es weiter über die Kastanienallee zum Keramikzentrum am Kirchsteig mit drei Werkstätten. Reizvoll durch die Landschaft gestaltet sich der Fußweg durch die Kastanienallee nach St. Georgen, der schließlich im Altdiessener Wirtshaus am Kirchsteig endet – und wer noch weitermarschiert, kommt am westlichen Ortsrand beim KeramikKabinett von Arthur Sudau (Rotter Straße) an.


STATION EINS
- Pavillon am See, Seestraße 30
Die Ausstellungshalle der Arbeitsgemeinschaft Diessener Kunst (ADK), ist ganzjährig geöffnet, im Winter allerdings zu eingeschränkten Zeiten, ansonsten täglich von 11 bis 18 Uhr. Der Bauhaus-Pavillon gegenüber vom Dampfersteg ist das Schaufenster der Diessener Kunst. Hier stellt aus, wer in Diessen von seinem Kunstschaffen lebt und auch hier ansässig ist. Info Telefon 08807.8400.

STATION EINS: Pavillon am See

STATION ZWEI - Höfle-Werkstatt, Herrenstraße 15
In der Töpferei Franz und Ines Höfle erleben Keramikfreunde im historischen gelben Haus eine beeindruckende Werkstattausstellung und Besuchern gefällt der charmante Töpfergärten mitten im alten Diessen. Infotelefon 08807.928412.

STATION DREI - Ausstellung im Taubenturm, Klosterhof 6
Vier Gestalterinnen der Zeit im historischen Ausstellungsturm

Er hat beim Diessener Töpfermarkt von Anfang an eine Vorreiter-Rolle gespielt: Im Taubenturm, dem ältesten Gebäude der Marktgemeinde am Ammersee, wird seit 17 Jahren schon vor Beginn des Töpfermarktes auf das Keramik-Festival hingewiesen. Heuer hat sich ein erfolgreiches Gestalterinnen-Quartett kurzfristig zusammengefunden, um das historische Gemäuer mit zeitgemäßer Keramik und Malerei zu bespielen. So erklärt sich auch der Ausstellungstitel: „Improvisation – Keramik und Zeichnung“: Ute Kathrin Becks Wirken ist ausgezeichnet mit dem Staatspreis des Landes Baden-Württemberg und dem Preis der Stadt Ulm, Doris Bank ist Trägerin des Hessischen Staatspreises, und Kati Jünger ist im Besitz des Bayerischen Staatspreises. Zu den drei Keramikerinnen gesellt sich die Malerin Susanne Mansen, deren Gestaltungskunst die Keramiken im öffentlichen Auftritt mitträgt.
Ute Kathrin Beck aus Ulm und die vielfach ausgezeichnete Malerin Susanne Mansen aus Tutzing treten seit zehn Jahren immer wieder im Duo auf. Im Taubenturm waren sie bisher schon zweimal mit Keramik und Malerei im Dialog. In diesem Jahr nimmt sich Ute Beck die Freiheit, Skulpturen zu schaffen, die das Gefäß nur noch zitieren, aber durch ihre Körperlichkeit und Bildhaftigkeit vielfältige Assoziationen hervorrufen. Sie hat den Bereich der Gebrauchskeramik verlassen und zeigt neben gitterartigen Vasen und Dosen eine Serie von eigenwilligen Wandobjekten.
Erstmals im Taubenturm tritt Doris Bank aus Miltenberg auf. Seit rund zehn Jahren entwirft sie neben ihrer Arbeit als Produktentwicklerin und Designerin ihre eigene Kollektion. Jedes Stück ist ein Unikat, von Hand modelliert, gedrückt, geformt. Bis zum Beispiel eine kleine Porzellanschale entsteht, ist es ein langer Weg. Sie ist auf Messen in Paris und Japan vertreten, regelmäßig gibt es Veröffentlichungen in internationalen Designzeitschriften. Im Taubenturm in Diessen zeigt sie Geschirre aus der Porzellanserie Shade: Gefaltete Becher, Schalen, und Vasen mit puristischen Formen und einer sowohl eleganten, als auch archaischen Ausstrahlung.
Kati Jünger aus Laufen begeistert ihre Sammler und Freunde heuer mit einem doppelten Auftritt. Die Bayerische Staatspreisträgerin stellt auf dem Töpfermarkt am See aus (Standnummer 41), und wer den Diessener Keramikweg erwandert, trifft sie im Taubenturm, wo sie große Vasen zeigt. Kati Jünger arbeitet mit Oberflächen und Reliefs. Es ist ein Zusammenspiel von Motiven, deren Ursprungsträger sie zum Teil auf Flohmärkten im In- und Ausland findet. Die Idee dahinter: Kitsch transformieren.
Susanne Mansen bereichert die Ausstellung mit Zeichnungen auf Nessel. Teils mit der Feder und farbiger Tusche, teils gestickt, entwickelt sie einen eigenen Kosmos auf dem textilen Untergrund. Ein Wechselspiel zwischen Schärfe und Unschärfe.
Geöffnet am Samstag, 20. Mai und Sonntag, 21. Mai 2017, 14 bis 18 Uhr, sowie an den Töpfermarkttagen, Donnerstag, 25. Mai bis Sonntag, 28. Mai, 10 bis 18 Uhr. 


STATION VIER - Traidtcasten neben Marienmünster, Klosterhof 10

Im Traidtcasten, dem historischen Veranstaltungssaal neben dem barocken Marienmünster sind die Werkstücke zum Diessener Keramikpreis 2017 zu sehen. In diesem Jahr begeistern sie unter dem Motto „Farbklänge der Keramik“. An den Markttagen geöffnet von 10 bis 18 Uhr. 


STATION FÜNF - Museum von Lösche Keramik, am Kirchsteig 19

Im Garten der Werkstatt Lösche findet – wie in jedem Jahr – die bekannte Werkstattausstellung statt. Außerdem wird im Holzofen der klassische Schwarzbrand demonstriert. Das Werkstattmuseum Lösche zeigt unter anderem Bodenfunde, die das Töpferwesen seit dem Mittelalter belegen und es überregional vernetzen. Die Werkstatt von Lösche-Keramik ist ein Zentrum für Innovation und Tradition. Hier ist die Alt-Diessener Forschungsstelle ansässig, und in den Werkstätten entsteht das typische „Diessener plab und weiß“ neben guter klassischer Form mit Lüster-  und Pflanzenglasuren. Das Museum ist ganzjährig geöffnet. Besuche und Führungen auf Anfrage. Infotelefon 08807.1877. Initiates file downloadFlyer


STATION SECHS - Atelier Larasser, am Kirchsteig 21

Die Keramikwerkstatt von Dagmar Larasser ist ganzjährig geöffnet. Hier entsteht formal hochwertige Keramik mit Objekten für Haus und Garten. Für den Töpfermarkt gibt es eine Sonderschau mit floralen Werkstücken für dekorative Blumengestaltung in den Frühlingsfarben Lindgrün und Gelb, dazu wieder Nixen, Möwen und Fische - passend zum Marktthema „Keramik am See“. Infotelefon 08807.5282. 


STATION SIEBEN - Keramik Möller, am Kirchsteig 24
Atelier und Showroom von Keramikmeister Christoph Möller sind ganzjährig geöffnet und zeigen während der Töpfermarkt-Tage stets Werkstattausstellungen, die seit Jahren eine stete Fortführung der organischen Formen und Werkstücke des Meisters sind. Heuer unter der Überschrift „vor form“. Täglich 10 bis 18 Uhr. Infotelefon 08807.91385. Mehr unter www.moellerchristoph.de

 

 

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