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Farbklänge der Keramik

Keramikpreis 2017

DIESSEN am AMMERSEE | Der 17. Diessener Keramikpreis steht unter einem anspruchsvollen Motto: „Farbklänge der Keramik“ ist eine Herausforderung an die Töpfer, Farbe und Form von Keramiken in Einklang zu bringen. „Das erfordert große Meisterschaft“, ist Marktleiter Wolfgang Lösche sicher. Die natürliche oder eingefärbte Farbwirkung von rohen Tonen, Glasuren, Dekoren, Malereien und dem Brand erzeugen erst in ihrer Gesamtheit ein gelungenes Erscheinungsbild. Man darf mit Freude erwarten, mit welchen Hochkarätern die Töpfer am Wettbewerb teilnehmen, den – wie seit 2001 – die Unternehmerfamilie Rohde (Brennofenhersteller und Entwickler aus Rosenheim) auch heuer wieder ausloben.

Mit „Farbklänge der Keramik“ soll zum freien Wettbewerb aller keramischen Varianten aufgerufen werden. Dadurch ist das Thema offen und für viele Teilnehmer des Marktes zugänglich. Gruppen von bis zu fünf Keramiken können eingereicht werden, die durch ihre besondere Farbwirkung aufein¬ander bezogen sind. Lösche: „Wir erwarten die schönsten Keramiken, die die Töpfer selbst als typisch und besonders gelungen erachten. Werkstattstile und die besondere Qualität dieser Arbeiten stehen dabei im Blickpunkt.“
 
Mit dem Diessener Keramikpreis hat der Stifter einen wesentlichen Akzent im Rahmen des Marktes gesetzt. Der Diessener Keramikpreis hat sich im Laufe der Jahre einen anerkannten Ruf erworben, der den Preisträgern neben dem Preisgeld (3.000 Euro) auch zu einer Anerkennung ihrer ker¬a¬mischen Arbeiten verhilft.

Die Bewerber sind aufgerufen, ihre besten und neuesten Arbeiten einzureichen, um den Wettbewerb und die Ausstellung im Traidtcasten des Kirchenzentrums zu einem besonderen Höhepunkt des Marktes zu gestalten. Wie in den vergangenen Jahren werden die von der Jury prämierten Arbeiten von der Marktgemeinde Diessen angekauft. So ist im Laufe der Zeit eine beachtliche, qualitätsvolle Sammlung entstanden, die im Foyer des Diessener Rathauses zu den Amtszeiten besichtigt werden kann. Sie weist auch auf die Bedeutung des Töpferortes Diessen hin.

WICHTIG FÜR DIE TÖPFER
Wie am Markt, können auch beim Keramikpreis nur professionelle Werkstätten und Ateliers teilnehmen. Die Zulassung erfolgt über eine Vorjurierung durch Fotos. Die Bewerbungen für den Diessener Keramikpreis müssen bis zum Freitag, 12. Mai 2017 beim Markt Diessen eingereicht werden. Eine Jury entscheidet dann, wer zum Wettbewerb und der Ausstellung der Wett¬bewerbsarbeiten eingeladen wird. Die Ausstellung findet während des Töpfermarktes von Donnerstag, 25. Mai bis Sonntag, 28. Mai 2017 im Traidtcasten neben dem überregional bekannten Marienmünster.  

DOKU DER TÖNERNEN IDEEN

Marktgemeinde kauft Keramik – Dauerausstellung im Rathaus Diessen

DIESSEN  | Seitdem der Diessener Töpfermarkt vom westlichen Ortsrand ans Seeufer gewandert ist, seitdem gibt es auch den Diessener Keramikpreis. Gestiftet von Brennofen-Hersteller Helmut Rohde aus Prutting bei Rosenheim, ist der Preis im Jahr 2001 zum ersten Mal ausgelobt worden. Die Marktgemeinde Diessen kauft die Arbeiten der Preisträger an, um eine Samm­lung aufzubauen mit Werkstücken aus den besten Ateliers in Europa.

Alle bisher erworbenen Keramiken sind in einer Vitrinen-Schau im Diessener Rathaus ausgestellt. Zu besichtigen während der Öffnungszeiten der Behörde am Marktplatz 1:

Montag bis Freitag 08.00 bis 12.00 Uhr
Dienstag 14.00 bis 16.00 Uhr
Donnerstag 14.00 bis 18.00 Uhr 


Lesen Sie nachstehend die Namen der Werkstätten, deren Schaffen bisher mit dem Diessener Keramikpreis (dotiert auf 3.000 Euro) gewürdigt worden sind: 

Preisträger 2001
Thema: Das handwerkliche Geschirr
- Keramische Werkstatt Margarethenhöhe aus Essen
- Katja Maechtel aus Nürnberg
- Hans Fischer aus Passau

Preisträger 2002
Thema: Keramikunikate - Erlesene Sammlerstücke
- Nandl Eska aus München 

Preisträger 2003
Thema: Formen - Glasuren - Dekore
- Uwe Löllmann aus Hilzingen
- Billa Reitzner aus München

Preisträger 2004
Thema: Keramikpaare
- Jochen Rüth aus Altisheim
- Roland Summer aus Velden/Österreich

Preisträger 2005
Thema: Vorratsgefäße
- André von Martens aus Gosda
- Bernard David aus Henrichemont/Frankreich
Anerkennungen ausgesprochen hat die Jury für die Arbeiten von
- Martin Möhwald aus Halle/Saale
- Acki Jürgens und Renate Schuck aus Dresden
- Fritz Renner aus Obergünzburg

Preisträger 2006
Thema: Geometrische Variationen in Form und Dekor
- Inke Lerch-Brodersen aus Bünsdorf
- Johannes Peters aus Freiburg
Eine Anerkennung ausgesprochen hat die Jury für die Arbeiten von
- Christine Wagner aus München

Preisträger 2007
Thema: Dialoge, Formen, Strukturen
- Enno Jäkel aus Köln
- Kap Sun-Hwang aus Kellinghusen

Preisträger 2008
Thema: Inspirationen aus der Natur
- Renate Balda aus Waldkirchen
- Sonngard Marcks aus Wolfenbüttel
Mit Anerkennungspreisen wurden gewürdigt
- Frank Schillo aus Rheinbach-Merzbach
- Juliane Herden aus Halle

Preisträger 2009
Thema: Schalen
- Susanne Altzweig aus Höhr-Grenzhausen

Preisträger 2010
Thema: Jubiläumsstücke für die keramische Schatzkammer
- Birgit Brühl aus Köln
- Markus Klausmann aus Waldkirch-Siensbach

Preisträger 2011
Thema: Vasen
- Elke Sada aus Hamburg
Mit Anerkennungen wurden gewürdigt
- Susanne Petzold aus Dresden
- Christiane Wilhelm aus München

Preisträger 2012
Thema: Einfach – gut
- Si Sook Kang aus Kellinghusen
- Maria Fischer aus Passau

Preisträger 2013
Thema: Keramisches Still-Leben
- Maria Volokhova aus Berlin
- Michael Cleff aus Mühlheim Ruhr

Preisträger 2014
Thema: Kreis und Kugel
- Sara Dario aus Cardoso di Stazzema | Italien

Preisträger 2015
Thema: Keramische Tafelfreuden
- Toni Maurer aus Kempten
- Kiho Kang aus Höhr-Grenzhausen

Preisträger 2016
Thema: Lieblingsstücke – Favoriten der Werkstätten
- Christiane Wilhelm aus München

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